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Dienstag, 1. Juli 2008

KfW: nicht immer wirklich günstig!

Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat die Zinssätze für einige Förderprogramme in den letzten Wochen und Tagen deutlich erhöht. Grund dafür ist die starke Nachfrage nach Förderkrediten in Verbindung mit der Kürzung der Zuschüssen durch den Bund. Da die KfW sicher gehen will, dass die Förderkredite grundsätzlich bis Jahresende reichen, ist man dort auf die Bremse getreten und hat die Konditionen erhöht.

Die Zinskonditionen für das sog. "Wohneigentumsprogramm" liegen derzeit beispielsweise über den Konditionen/Angeboten einiger Banken. Aber: da einige Banken KfW-Darlehen wiederum bei der Ermitlung der Beleihung rausrechnen, kann sich daraus -unter dem Strich- eine günstige Gesamtfinanzierung ergeben.

Tipp: es zählt, was unter dem Strich herauskommt, deswegen sollten Finanzierungsangebote immer genau durchgerechnet und verglichen werden.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Kreditverkauf: neue Spielregeln für Banken

Die Experten der großen Koalition haben sich nach jahrelangem Ringen auf neue Regeln für die umstrittenen Weiterverkäufe von Immobilienkrediten geeinigt...Ein Sonderkündigungsrecht bei einem Verkauf ihrer Kredite wird Darlehensnehmern nicht eingeräumt. Die Banken werden aber zu einer größeren Transparenz gezwungen...

...Während Teile der SPD auf ein Sonderkündigungsrecht pochten, wurde in der Union befürchtet, dass dadurch die Kreditkultur beeinträchtigt würde. Die Einigung sieht vor, dass Banken ihre Kunden künftig vor Vertragsabschluss informieren müssen, ob ihr Darlehen verkauft werden kann. Der Kunde hätte dann die Wahl, einen Kredit abzuschließen, bei dem das ausgeschlossen ist. Mittlerweile bieten dies einige Banken gegen einen Aufpreis an....

...Der Darlehensgeber wird zudem verpflichtet, drei Monate vor Ablauf der Zinsbindung ein Folgeangebot zu machen oder mitzuteilen, dass der Vertrag nicht verlängert wird. Wird der Kredit verkauft, muss der Kunde unverzüglich informiert werden. Dies gilt nicht, wenn der ursprüngliche Darlehensgeber der einzige Ansprechpartner bleibt, weil der Kundenservice bei ihm bleibt. Zudem werden die Kunden umfassend gegen eine ungerechtfertigte Vollstreckung aus der Grundschuld geschützt. Verbessert werden soll außerdem der Kündigungsschutz des Darlehensnehmers. Eine Kündigung wegen Zahlungsrückständen soll nur noch möglich sein, wenn der Kunde mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Raten und zugleich mindestens 2,5 Prozent des Nennbetrages des Darlehens in Verzug ist. Zypries zufolge bedeutet das in der Praxis, dass beim derzeit üblichen Zinssatz von vier Prozent ein Zahlungsrückstand von sechs Monatsraten erforderlich wäre....

...Ebenfalls verzichtet wurde auf eine Regelung, die es nur Kreditinstituten, aber nicht Finanzinvestoren, erlaubt hätte, Kredite zu kaufen...

Quelle: Focus-online

Montag, 14. April 2008

DKB übernimmt SKG-Bank

Die zur Bayerischen Landesbank gehörende DKB Bank AG (Berlin) übernimmt die bislang zur SaarLB gehörende SKG Bank.

Beide Banken gehören zu unseren Kooperationspartnern im Baufinanzierungsgeschäft. Ob und in welcher Form sich das Angebot beider Banken für Immobilienfinanzierungen angleichen wird, ist noch offen.

ABN-Hypotheken-Gruppe stellt Neugeschäft ein

Angesichts der unverändert schwierigen Rahmenbedingungen an den internationalen Finanzmärkten hat sich die ABN AMRO Hypotheken-Gruppe dazu entschlossen, ihr Neugeschäft in Deutschland zum 21. April 2008 einzustellen.

Die ABN Amro Hypotheken-Gruppe war insbesondere auf die Vollfinanzierung von Immobilien spezialisiert. In diesem Segment ist die Refinanzierung (= Einkauf der Gelder) aufgrund der Bankenkrise schwierig geworden.

Freitag, 4. April 2008

Handel mit faulen Krediten bricht ein

Während der Markt in den letzten vier Jahren stetig gewachsen war, halten deutsche Banken aktuell nur noch 200 Milliarden Euro an notleidenden Finanzierungen. Nicht nur die Finanzkrise hemmt den Handel, das ganze Konzept ist in jüngster Zeit kräftig in die Negativschalgzeilen geraten.

FRANKFURT. Nach vier Jahren stetigen Wachstums ist der Handel mit faulen Krediten 2007 eingebrochen. Insgesamt hätten deutsche Banken nur noch Portfolios im Nominalwert von 6,5 Mrd. Euro verkauft, heißt es in einer Studie der Beratungsfirma Ernst & Young (E&Y). 2006 sei das Volumen mit 14,4 Mrd. Euro noch mehr als doppelt so groß gewesen.

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Den vollständigen Artikel finden Sie unter www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Banken-Versicherungen/_pv/_p/200039/_t/ft/_b/1412217/default.aspx/handel-mit-faulen-krediten-bricht-ein.html

Sonntag, 30. März 2008

Bankenkrise: Banken verweigern Baufinanzierungen

Die Kredit- und Bankenkrise schwappt von den USA immer stärker auch nach Europa über. Gem. einem Bericht der Financial Times Deutschland v. 29.03.2008 verweigern Banken in Großbritannien und Spanien zunehmend die Finanzierung von reinen Wohnimmobilien.

Das Volumen der zugesagten Immobilienfinanzierungen (für "normale Häuslebauer") ist im Januar 2008 in Großbritannien um ca. 30%, in Spanien um ca. 25% gesunken (im Vergleich zum Januar 2007).

Werden wir in Deutschland eine ähnliche Entwicklung zu spüren bekommen? Eine schwierige Frage, bei der man zunächst beachten sollte, dass die Voraussetzungen in Spanien und Großbritannien anders sind als in Deutschland. In beiden Ländern sind in der Vergangenheit die Immobilienpreise enorm gestiegen. Inzwischen geht der Trend dort wieder zurück, die Immoblienpreise fallen. Zudem ist es in beiden Ländern -anders als in deutschland- üblich, Immobilien mit variablen Darlehen zu finanzieren. Die Situation in beiden Ländern ist also eher mit den USA als mit der Situation in Deutschland zu vergleichen. Bei uns sind die Immobilienpreise relativ stabil und die Ausfallquote wegen Zinserhöhungen eher gering.

Trotzdem: der Finanz- und Bankenmarkt in Deutschland ist nicht isoliert vom Rest der Welt. Und einige Banken haben tatsächlich auch schon ihre Kreditvergabeprolitik leicht verschärft. Dieser Trend dürfte sich wahrscheinlich mittelfristig fortsetzen. Insbesondere höhere Beleihungen, also Finanzierungen mit wenig oder ganz ohne Eigenkapital, dürften in Zukunft schwieriger und teurer werden.

Sonntag, 16. März 2008

Photovoltaikanlagen: Vorsicht vor geschönten Angeboten

Das Geschäft mit Photovoltaikanlagen zur Gewinnung von Strom mittels Sonnenlicht boomt. Immer mehr Anlagen sind auch auf Dächern von Einfamilienhäusern zu finden. Verkäufer derartiger Anlagen werben gerne mit Renditen jenseits der 7% jährlich. Aber wie zuverlässig sind solche Musterrechnungen?

Renditen von über 7% wären tatsächlich möglich, wenn denn die Anlagen günstiger sein würden. Aber die anhaltende Nachfrage lässt die Preise auf einem hohen Niveau. Ausserdem düfte bei vielen Renditeberechnungen von einer zu hohen Stromproduktion der Anlagen ausgegangen werden.

Ob eine solche Anlage sich tatsächlich und trotz sinkender Einspeisevergütungen rechnet, hängt insbesondere vom Wirkungsgrad der Anlage ab. Und dieser wiederum wird vor allem vom Standort der Anlage bestimmt. Wer keinen wirklich sonnenreichen Standort hat, sollte beser auf die Photovoltaikanlage verzichten und sein Geld in Maßnahmen zur Energieeinsparung investieren.

Also: Augen auf und kühl nachrechnen!