Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhöht ab dem 16.12.2010 erneut die Zinsen für ihre Förderdarlehen. Betroffen sind die Programme:- KfW-Wohneigentumsprogramm (Nr. 124)
- Wohnraum Modernisieren (Nr. 141)
- Energieeffizient Bauen (Nr. 153)
Die Zinssätze steigen je nach Programm, Laufzeit und Sollzinsbindung um bis zu 0,30%. Nicht betroffen sind diejenigen, deren Antrag bis zum 15.12.2010 einschließlich bei der KfW eingegangen ist ("Eingangsstempel" zählt).Die KfW folgt damit dem allgemeinen Zinstrend.
Der Bundesgrichthof hat heute in letzter Instanz eine Klage der Verbraucherzentrale (VZ) Nordrhein-Westfalen abgewiesen.Die VZ hatte gegen die Gebühren geklagt und dies damit begründet, dass der Abschlußgebühr (1-1,6% der Bausparsumme) kein echter Gegenwert gegenübersteht. Damit würden lediglich Vertriebskosten einseitig auf den Kunden abgewälzt.Der BGH sah das anders.Unsere Meinung: man kann von der Abschlußgebühr halten was man will, aber sie wird offen und ehrlich ausgewiesen und nicht wie Versicherungen irgendwo versteckt. Die Kritik der VZ ist aber insoweit berechtigt, dass die Abschlußgebühr nicht wie eine Bearbeitungsgebühr im Effektivzins der Bauspardarlehen einberechnet werden muss. Das ist ein echtes Manko und kann beim Vergleich von Finanzierungsmodellen schnell in die Irre führen. Allerdings ist der Effektivzins auch wegen anderer Schwächen in der Berechnung ohnehin kein Vergleichsmittel mehr.
Ein Neubauvorhaben weist in Deutschland im Schnitt 32 Mängel auf. Die Beseitigung dieser Mängel scheitert oft genug an juristischen Spitzfindigkeiten oder am Widerstand der Bauunternehmen, die ihre Bauherren im wahrsten Wortsinne verhungern lassen.Die Bundesrgeirung will auch unter dem Druck von EU-Vorgaben des Bauvertragsrecht vereinheitlichen und somit auch die Rechte der Verbraucher stärken. An sich eine gute Idee, nur leider wird es mit der Umsetzung wohl noch "etwas" dauern, denn die Experten und verschiedenen Interessenvertreter haben natürlich sehr unterschiedliche Meinungen dazu. Ein Bestandteil des neues Bauvertragsrechtes soll die Einführung eines Schlichtungsverfahrens sein. Dies könnte die Zahl der Klagen und Prozesse an deutschen Gerichten deutlich reduzieren. In Großbritannien etwa, wo es ein solches Schlichtungsverfahren bereits seit 10 Jahren gibt, sind die Klagen und Prozesse um rund 98% (!) zurückgegangen.Immerhin wird es spätestens ab 2012 wohl ein Widerrufsrecht bei Bau- und Kaufverträgen geben. Das wäre schon mal ein kleiner Fortschritt, denn Bauunternehmen neigen dazu, ihre Kunden mit angeblich notwendigen Vertragsänderungen zu "überfallen".Mehr Infos zum Thema Neubau finden Sie auf unserer Webseite unter www.baufi-nord.de/html/neubau.html
In den Filialen und Schaufenstern der Genossenschaftsbanken findet sich häufig Werbung für supergünstige Bauspardarlehen: nur 1,95% Zinsen! Da wäre man doch dumm, wenn man andernorts mehr bezahlt, oder?Für alle, die sich vergleichweise hohe Raten leisten können, mag das stimmen, denn der Pferdefuss an der Geschichte: beworben wird da der Bauspartarif "Fuchs spezial" und speziell ist nicht nur der Sollzinssatz von 1,95%, sondern auch die Darlehenslaufzeit von maximal 5 Jahren und 6 Monaten. Und das ergibt eine recht üppige monatliche Zins- und Tilgungsrate (Annuität), die man sich auch leisten können muss.Lassen Sie sich von derartigen Angeboten nicht blenden und fragen Sie nach den genauen Konditionen. Und dazu gehört übrigens auch die Vorfinanzierung eines solchen Vertrages, wenn Sie das Geld beispielsweise für Modernisierungsmaßnahmen schon heute brauchen und nicht erst in 10 Jahren.Mehr Infos zum Thema Bausparen finden Sie auch unter www.baufi-nord.de/html/bausparen.html
Die Zinskonditionen für langfristiges Baugeld steigen seit Tagen vergleichsweise stark an. Hintergrund dafür ist die Zinsentwicklung an den Anleihemärkten, über den Banken Darlehen langristig refinanzieren. Einige Banken haben in diesen Tagen die Zinskonditionen bereits um bis zu 0,20% erhöht. Diesem Trend werden sicher weitere Banken folgen. Auch die Versicherer, die Zinstrends sonst erfahrungsgemäß immer etwas hinterlaufen, haben bereits Zinserhöhungen vorgenommen oder diese für die kommende Woche angekündigt.Gerade wer -aus gutem Grund- mit Zinsbindungen von 20 bis 30 Jahren für sein Finanzierungsvorhaben liebäugelt, sollte meiner Meinung nach zusehen, dass er/sie hier kurzfristig zu einem Ergebnis kommt. Wer darauf setzt, dass sich die Zinskonditionen in Kürze wieder "nach unten erholen" geht meiner Meinung nach ein unnötiges Risiko ein. Zwar rechnen wir nicht mit extremen Zinssprüngen, aber bei Immobilienfinanzierungen summieren sich auch kleine Zinserhöhungen über die Laufzeit zu nicht gerade kleinen Beträgen.Olaf VarlemannInhaber von baufi-nord.de
Baufinanzierungsmakler/-vermittler gibt es in Deutschland mittlerweile wie Sand am Meer. Insbesondere im Internet tummeln sich zahlreiche größere und kleinere Anbieter. Um sich von der Masse abzuheben rühren diese Unternehmen heftig die werbetrommel. Aber was ist eigentlich dran an Werbeversprechen wie "Ich bin 100 Banken" oder "Wir vergleichen 150 Banken für Sie"?"Wir vergleichen 150 Banken für Sie" ?Fast alle Baufinanzierungsmakler arbeiten vorzugsweise mit sog. Internetplattformen ("Pools") zusammen. Den Markt dominieren derzeit zwei große Pools. Diese Pools, die man sich wie einen Großmarkt für Baufinanzierungen vorstellen kann, bilden die technische Schnittstelle zwischen dem einzelnen Berater/Vermittler und den Banken. Beide Pools haben ca. 100 verschiedenen Banken im Angebot. Überwiegend handelt es sich bei beiden Pools um die gleichen Banken, aber beide haben unterschiedliche Banken aus dem Bereich der Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Angebot. Wer mit beiden Pools zusammenarbeitet, kann also ggf. tatsächlich auf 150 verschiedene Banken zurückgreifen.Das Problem ist aber, dass von diesen 150 Banken ca. 125 rein regional tätige Banken oder Sparkassen sind. Das bedeutet, dass diese Banken Immobilien nur in einer bestimmten Region (z.B. Großraum Hamburg) finanzieren. Die meisten dieser Regionalbanken fallen also aus einem Konditionsvergleich für ein konkretes Finanzierungsvorhaben schon von Anfang an raus.Aber die Zahl der Banken und Sparkassen schmilzt ggf. noch weiter zusammen, denn von den ca. 25 Banken, die grundsätzlich bundesweit Immobilienfinanzierungen anbieten, finanzieren 8 maximal 60 Prozent des Objektwertes. Wer mehr als 80% des Immobilienwertes finanzieren muss, kann noch auf ca. 7 Banken zurückgreifen (zzgl. der ggf. vorhandenen Regionalbanken). Wer sogar voll finanzieren will/muss, hat die Auswahl zwischen 3-5 Banken.Einen Vergleich von 100 oder 150 Banken wird es für ein bestimmtes Finanzierungsvorhaben nicht geben. Insoweit sollten Sie sich von derartig markigen Werbesprüchen nicht beeindrucken lassen.
Lange Zeit galten bei der Grunderwerbsteuer einheitliche Sätze (derzeit 3,5 Prozent). Die Bundesländer Hamburg und Sachsen-Anhalt sind aus dieser Einigkeit ausgeschert und verlangen eine Grunderwerbsteuer von 4,5 Prozent. Das hat bei anderen Bundesländern scheinbar Begehrlichkeiten geweckt und so wollen auch die Länder Bremen, Brandenburg, Niedersachsen und das Saarland die Grunderwerbsteuer ab 2011 anheben.Das Saarland bleibt noch relativ bescheiden und erhöht den Satz auf "nur" 4 Prozent. Richtig hinlangen wird Brandenburg, das die Grunderwerbsteuer auf 5 Prozent anheben wird. In Niedersachsen und Bremen steigt die Grunderwerbsteuer auf 4,5 Prozent.Übrigens: Schleswig-Holstein will die Grunderwerbsteuer 2013 ebenfalls auf 5% anheben.